Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Reisevertrag


Reiseveranstalter und Vertragspartner ist die AWO Reise-, Service- & Verwaltungs GmbH.

Mit der Reiseanmeldung bietet der Reisende dem Reiseveranstalter den Abschluss eines Reisevertrages auf der Grundlage des aktuellen Reisekatalogs verbindlich an. Die Anmeldung sollte schriftlich erfolgen.

Mit dem Zugang der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters, die schriftlich oder mündlich erfolgen kann, kommt der Reisevertrag zustande. Der Reisende erhält vom Reiseveranstalter eine schriftliche Buchungsbestätigung, die bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss ausgehändigt wird. Erfolgt die Anmeldung durch den Reisenden weniger als 7 Werktage vor dem Reisebeginn, ist der Reiseveranstalter nicht zur Übersendung einer schriftlichen Reisebestätigung verpflichtet.

Weicht der Inhalt der Annahmeerklärung des Reiseveranstalters vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor. An dieses Angebot ist der Reiseveranstalter 10 Kalendertage gebunden. Der Vertrag auf der Grundlage des neuen Angebotes kommt zustande, wenn der Reisende innerhalb der 10 Kalendertage die Annahme des neuen Angebots durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung erklärt.

Für an das Lebensalter gebundene Preisermäßigungen ist das Alter bei Reiseantritt (nicht bei Buchung) maßgebend. Es ist bei der Buchung anzugeben. Bei falscher Altersangabe wird eine Nachbelastung in Höhe der Differenz zum altersbedingt zutreffenden Reisepreis entsprechend der Angaben im Reisekatalog vorgenommen.


Vermittlung von Reisen

Sofern im Katalog, in den Reiseunterlagen und sonstigen Erklärungen andere Unternehmen als Reiseveranstalter ausgewiesen werden, wird die AWO Reisedienst GmbH lediglich als Reisevermittler tätig. Insofern schuldet die AWO Reisedienst GmbH grundsätzlich nur die Vermittlung gem. §§ 675, 631 ff BGB. Die vermittelten Leistungen werden vom jeweiligen Reiseveranstalter selbst erbracht.

Bei den vermittelten Reisen gelten die Reisebedingungen des auf der Katalogseite aufgeführten Veranstalters, die wir Ihnen bei Buchung bzw. mit der Reisebestätigung aushändigen.

2. Zahlung


Mit Zugang der schriftlichen Buchungsbestätigung und Aushändigung des Sicherungsscheines werden 20 % des Reisepreises als Anzahlung sofort fällig. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet.

Die Restzahlung wird spätestens 4 Wochen vor dem Beginn der Reise fällig, vorausgesetzt der Sicherungsschein liegt dem Reisenden vor und die Reise kann nicht mehr wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl abgesagt werden.

Bei kurzfristigen Buchungen, d.h. wenn zwischen Buchungsdatum und Reisebeginn weniger als 4 Wochen liegen, ist der Reisepreis in voller Höhe spätestens 10 Tage vor Reisebeginn an den Reiseveranstalter zu zahlen (Zahlungseingang maßgebend).

Für den Fall, dass der Reisende die Anzahlung und/oder den Restbetrag nicht entsprechend der vereinbarten Fälligkeiten leistet, ist der Reiseveranstalter nach einer Mahnung mit Fristsetzung berechtigt, vom Reisevertrag zurückzutreten. In diesem Fall kann der Reiseveranstalter von dem Reisenden die Rücktrittskosten gemäß Ziffer 6 a bis d geltend machen.

Nach Vertragsabschluss wird gegen Aushändigung des Versicherungsscheines der Europäischen Reiseversicherung AG die im Reisekatalog ausgewiesene Versicherungsprämie sofort fällig.

3. Leistungsänderung

Für den Umfang der Leistungen des Reisevertrages sind die Leistungsbeschreibungen im Reisekatalog sowie die hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung verbindlich. Die Angebote im Reisekatalog entsprechen dem November 2012.

Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben (§ 242 BGB) herbeigeführt wurden, sind vorbehalten, sofern sie nicht erheblich sind, für den Reisenden zurnutbar sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

Der Reiseveranstalter ist verpflichtet. den Reisenden über wesentliche Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren.

Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, unentgeltlich vom Reisevertrag zurückzutreten. Alternativ kann der Reisende verlangen, an einer mindestens gleichwertigen Reise des Reiseveranstalters teilzunehmen, wenn es dem Reiseveranstalter gelingt, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende ist verpflichtet sein Rücktrittsrecht oder sein Recht auf eine gleichwertige Ersatzreise unverzüglich nach dem Zugang der Mitteilung über die Leistungsänderungen oder die Absage der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter zu erklären.

Im Rahmen der Schiffsreisen sind die An- und Ablegezeiten lediglich Richtzeiten. Änderungen der Reiseverläufe und Ausflugsprogramme bleiben vorbehalten. Wenn wegen Niedrig-/ Hochwasser oder Schiffsdefekt eine Strecke nicht befahren werden kann, behält sich die Reederei das Recht vor, die Reisenden auf dieser Strecke mit Bussen zu befördern, in Hotels unterzubringen und/oder den Streckenverlauf zu ändern.

4. Preisänderungen

Die im Reisekatalog genannten Preisangaben sind für den Reiseveranstalter bindend. Der Reiseveranstalter ist berechtigt, eine Preisanpassung vor Vertragsschluss vorzunehmen, wenn nach Herausgabe des Reisekataloges eine Preisänderung aus folgenden Gründen notwendig war:

- Erhöhung der Beförderungskosten und der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren/Steuern nach Veröffentlichung des KataIoges,
- die vom Reisenden gewünschte und im Katalog ausgeschriebene Pauschalreise ist nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente nach Veröffentlichung des Kataloges verfügbar

Der Reiseveranstalter behält sich vor, die im Katalog ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preise vor der Abreise anzupassen, wenn nach Vertragsabschluss Erhöhungen der Beförderungskosten oder die Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren eingetreten sind.
Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten (z.B. Treibstoffkosten) so kann der Reiseveranstalter den Reisepreis auf Grundlage der nachfolgenden Berechnung erhöhen:

- bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Reiseveranstalter vom Reisenden den Erhöhungsbetrag verlangen,
- in anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Anzahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt; der sich ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann der Reiseveranstalter vom Reisenden verlangen.

Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren dem Reiseveranstalter gegenüber angehoben, kann der Reiseveranstalter den Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag erhöhen.
Eine Erhöhung der Preise nach Vertragsschluss ist jedoch erst ab dem 5. Monat nach Vertragsschluss und höchstens bis zum 21 .Tag vor Abreise zulässig, wenn die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss für den Reiseveranstalter nicht vorhersehbar waren.

Eine Preisänderung hat der Reiseveranstalter unverzüglich nach Kenntnis von dem Preiserhöhungsgrund gegenüber dem Reisenden zu erklären.
Bei Preiserhöhungen von mehr als 5% des Gesamtreisepreises kann der Reisende kostenfrei und unter Erstattung des gezahlten Reisepreises zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende ist verpflichtet, sein Rücktrittsrecht oder sein Recht auf eine gleichwertige Ersatzreise unverzüglich nach Zugang der Erklärung über die Preiserhöhung gegenüber dem Reisveranstalter geltend zu machen.

5. Umbuchung / Benennung einer Ersatzperson

Der Reisende hat nach Vertragsabschluss keinen Anspruch auf Änderungen des Reisevertrages hinsichtlich des Reiseziels, des Reisetermins, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart Nimmt der Reiseveranstalter auf Wunsch des Reisenden trotzdem eine Umbuchung vor, kann er von dem Reisenden für Umbuchungen bis zum 50. Tag vor Reisebeginn die Zahlung einer Pauschale in Höhe von 30,00 EUR pro Reise verlangen.

Umbuchungswünsche des Reisenden nach dem 50. Tag vor Reisebeginn, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, gelten als Rücktritt mit gleichzeitiger Neuanmeldung. In diesem Fall erhebt der Reiseveranstalter die entsprechenden unter Ziffer 6 a. - d. genannten Rücktrittskosten. Aus Gründen der Beweissicherung sollte der Reisende die Umbuchung schriftlich erklären.

Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass ein Dritter in seine Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der Reiseveranstalter kann in diesem Fall nach seiner Wahl die tatsächlich entstandenen Mehrkosten oder eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 30,00 EUR pro Reise verlangen. Tritt der Dritte in den Reisevertrag ein, so haften er und der Reisende dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstandenen Mehrkosten bzw. die angefallene Bearbeitungspauschale. Der Nachweis, dass mit dem Eintritt des Dritten keine oder wesentlich geringere Kosten entstanden sind, bleibt dem Reisenden unbenommen.

Der Reiseveranstalter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen,wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegen stehen.

6. Rücktritt durch den Reisenden

Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten. Dies sollte aus Gründen der Beweissicherung schriftlich erfolgen. Maßgebend für den Rücktrittszeitpunkt und die Höhe der Rücktrittskosten ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter.
Macht der Reisende von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch, so kann der Reiseveranstalter die nachfolgend zeitlich gestaffelte Entschädigung verlangen, die unter Berücksichtigung der Nähe des Rücktrittszeitpunktes zum Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert wurde und gewöhnlich ersparte Aufwendungen und mögliche anderweitige Verwendung der Reiseleistungen berücksichtigt hat.


a. Bei Busreisen, Hotelaufenthalten mit eigener Anreise, Kornbinationsbuchungen mit weiteren Leistungen betragen die Rücktrittskosten:
bis zum 29. Tag vor Reisebeginn - 20% des Reisepreises
bis zum 15. Tag vor Reisebeginn - 30% des Reisepreises
bis zum 7. Tag vor Reisebeginn - 50% des Reisepreises
bis zum 1. Tag vor Reisebeginn - 60% des Reisepreises
bei Nichterscheinen oder Stornierung am Reisetag - 80% des Reisepreises

b. Bei Schiffsreisen/Kreuzfahrten betragen die Rücktrittskosten:
bis zum 30. Tag vor Reisebeginn - 25% des Reisepreises
bis zum 22. Tag vor Reisebeginn - 60% des Reisepreises
bis zum 15. Tag vor Reisebeginn - 75% des Reisepreises
bis zum 1. Tag vor Reisebeginn - 80% des Reisepreises
bei Nichterscheinen oder Stornierung am Reisetag - 90% des Reisepreises

c. Bei Flugpauschalreisen betragen die Rücktrittskosten:
bis zum 40. Tag vor Reisebeginn - 15% des Reisepreises
bis zum 30. Tag vor Reisebeginn - 20% des Reisepreises
bis zum 22. Tag vor Reisebeginn - 25% des Reisepreises
bis zum 15. Tag vor Reisebeginn - 30% des Reisepreises
bis zum 7. Tag vor Reisebeginn - 50% des Reisepreises
bis zum 1. Tag vor Reisebeginn - 60% des Reisepreises
bei Nichterscheinen oder Stornierung am Reisetag - 75% des Reisepreises

d. Bei Bahnpauschalreisen betragen die Rücktrittskosten:
bis zum 57. Tag vor Reisebeginn - 15% des Reisepreises
bis zum 33. Tag vor Reisebeginn - 20% des Reisepreises
bis zum 15. Tag vor Reisebeginn - 40% des Reisepreises
bis zum 8. Tag vor Reisebeginn - 60% des Reisepreises
bis zum 1. Tag vor Reisebeginn - 80% des Reisepreises
bei Nichterscheinen oder Stornierung am Reisetag - 90% des Reisepreises

Die vorstehenden Staffelungen gelten nicht, wenn der Reisende wegen einer Erhöhung des Reisepreises um mehr als 5 %, wegen einer erheblichen Änderung einer Reiseleistung oder aus vom Reiseveranstalter zu vertretenden Gründen zurücktritt. Es bleibt dem Reisenden vorbehalten, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass ihm keine oder wesentlich geringere Kosten als die geltend gemachten Pauschalen entstanden sind. ln diesem Fall ist der Reisende nur zur Zahlung der tatsächlich angefallenen Kosten verpflichtet.

7. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter

Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise kündigen:

- bis 4 Wochen vor Reisebeginn wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl, wenn die Mindestteilnehmerzahl pro Reise im Katalog ausgewiesen und der Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn die Rücktrittserklärung zugegangen sein muss, angegeben ist. ln diesem Fall wird der Reisende unverzüglich in Kenntnis gesetzt und erhält eine schriftliche Rücktrittserklärung bis 4 Wochen vor Reisebeginn. Der eingezahlte Reisepreis wird dem Reisenden unverzüglich zurückerstattet.

- ohne Einhaltung einer Frist, wenn der Reisende die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen und Vorteile anrechnen lassen, die sich aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung ergeben, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgeschriebenen Beträge.

8. Vertragsaufhebung wegen außergewöhnlicher Umstände

Wird die Reise infolge bei Vertragsschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt (z. B. durch Krieg, innere Unruhen, Naturkatastrophen oder Epidemien) erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reisende als auch der Reiseveranstalter den Reisevertrag kündigen. Ein weitergehender Anspruch besteht nicht. Der Reiseveranstalter kann jedoch für erbrachte oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen ein angemessenes Entgelt verlangen.

Ergeben sich die o. g. Umstände nach Reiseantritt, kann der Reisevertrag ebenfalls von beiden Vertragsparteien gekündigt werden. in diesem Fall wird der Reiseveranstalter die infolge der Vertragsauflösung notwendigen Maßnahmen treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Reisenden zurückbefördern. Wird der Vertrag aus den o. g. Gründen gekündigt, werden die Mehrkosten für die Rückbeförderung vom Reiseteilnehmer und dem Reiseveranstalter je zur Hälfte getragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last. Er kann die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

9. Haftung des Reiseveranstalter

Der Reiseveranstalter haftet im Rahmen seiner Sorgfaltspflichten für:
a. die Auswahl der Leistungsträger und Überprüfung der Leistungen
b. die Zusammenstellung der Einzelleistungen
c. die Bearbeitung der Reiseanmeldungen
d. die ordnungsgemäße Erbringung der vereinbarten Reiseleistungen
e. Ausstellung und Absendung der Reiseunterlagen

10. Vertragliche Haftungsbeschränkung

Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist insgesamt auf das Dreifache des Reisepreises beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden vom Reiseveranstalter weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstandenen Schaden allein wegen Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

11.Mitwirkungspflichten des Reisenden

Der Reiseteilnehmer ist verpflichtet, die ihm ausgehändigten Reiseunterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen und bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.

Bei eventuell auftretenden Leistungsstörungen ist der Reiseteilnehmer verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung zur Kenntnis zu geben. Ist eine örtliche Reiseleitung nicht erreichbar, so müssen Beanstandungen unverzüglich dem Reiseveranstalter mitgeteilt werden. Unterlässt es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.

Der Reiseveranstalter ist berechtigt, mit Erbringung einer gleich- oder höherwertigen Ersatzleistung Abhilfe zu schaffen. Die Abhilfe kann verweigert werden, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

Ist die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt und leistet der Reiseveranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, obwohl der Reisende diese verlangt hat, so kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag kündigen und schuldet dem Reiseveranstalter den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese für den Kunden nicht völlig wertlos waren.

Unbeschadet der Minderung oder der Kündigung kann der Reisende Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.

Für den Fall, dass das Gepäck des Reiseteilnehmers auf einer Flugreise verloren geht oder beschädigt wird, muss der Reisende unbedingt eine Schadensanzeige an Ort und Stelle bei der Fluggesellschaft erstatten, die die Beförderung durchgeführt hat. Nach den Beförderungsbedingungen der Fluggesellschaften ist die Schadensanzeige in der Regel Voraussetzung für die Durchsetzung der Ansprüche des Reisenden. ln sonstigen Fällen ist die Reiseleitung zu informieren. Der Reiseveranstalter haftet nicht für den Verlust bzw. die Beschädigung von Wertgegenständen oder Geld im aufgegebenen Gepäck.

12. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften

Der Reiseveranstalter steht dafür ein, Staatsangehörige eines Staates der Europäischen Gemeinschaft über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu informieren. Für Angehörige anderer Staaten gibt die zuständige Botschaft Auskunft.

Für die Einhaltung der Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsvorschritten ist der Reiseteilnehmer selbst verantwortlich. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu Lasten des Reiseteilnehmers.

Hiervon werden etwaige Ansprüche wegen schuldhaft unrichtiger Auskünfte oder Nichtinformation des Reiseveranstalters über diese Vorschriften nicht berührt.

13. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reiseleistung(§§ 651 c bis f BGB) sind innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen. Dies sollte im Interesse des Reisenden schriftlich geschehen.

Nach Fristablauf kann der Reisende Ansprüche nur noch geltend machen, wenn er ohne Verschulden gehindert war, die Frist einzuhalten.

Die Ansprüche des Reisenden nach den §§ 651 c bis f BGB, sofern sie nicht Körper- und Gesundheitsschäden; Schäden des Reisenden, die vom Reiseveranstalter vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt worden sind, oder der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstandenen Schaden allein wegen Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist, betreffen, verjähren in einem Jahr.

Die Verjährung beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in 3 Jahren.

14. Außergerichtliche Streitbeilegung

Der Reiseveranstalter erklärt sich bereit, bei Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit dem Reisevertrag oder über seine Gültigkeit ergeben, an einem außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren vor der zuständigen Verbraucherschlichtungsstelle der IHK Cottbus, Goethestraße 1, 03046 Cottbus, Tel: +49 355 365-0, Internet: www.cottbus.ihk.de, teilzunehmen.

15. Schlussbestimmungen

Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter ist ausschließlich deutsches Recht anwendbar.

Soweit bei Klagen des Reisenden gegen den Reiseveranstalter im Ausland für die Haftung des Reiseveranstalters dem Grunde nach nicht deutsches Recht angewendet wird, ist bezüglich der Rechtsfolgen ausschließlich deutsches Recht anzuwenden. Für Klagen des Reisenden gegen den Reiseveranstalter wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart.

Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgeblich.

Für Klagen gegen den Reisenden bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen oder Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben und deren Wohnsitz bzw. gewöhnlicher Aufenthalt zum Zeitpunkt der Klage nicht bekannt ist, wird der Sitz des Reiseveranstalters als Gerichtsstand vereinbart.

Die vorstehenden Schlussbestimmungen zu Rechtswahl und Gerichtsstand gelten nicht, wenn
- sich aus nicht abdingbaren und auf den jeweiligen Reisevertrag anwendbaren Bestimmungen internationaler Abkommen etwas anderes zugunsten des Reisenden ergibt oder
- auf den Reisevertrag anwendbare Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Reisende angehört, günstiger sind als diese Reisebedingungen oder die anwendbaren deutschen Vorschriften.

Diese Bedingungen gelten, soweit nicht in den einzelnen Reiseverträgen individuelle Vereinbarungen getroffen wurden. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

Firmensitz des Reiseveranstalters:

AWO Reise-, Service- & Verwaltungs GmbH
Logenstraße 1
15230 Frankfurt (Oder)

Geschäftsführer: Norbert Knak

Eingetragen:
Amtsgericht Frankfurt (Oder) HRB 6116

Stand:
Oktober 2015


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